Zuckerfabrik Veurne. Foto: WVI
Luaftaufnahme der Zuckerfabrik Veurne

Zuckerfabrik Veurne

Das Projekt liegt in der Stadt Veurne, einer mittelalterlichen Stadt in der Region Westhoek an der Grenze zu Nordfrankreich und der Nordsee. Die Stadt Veurne hat ca. 8.500 Einwohner und ungefähr 12.000 wenn man die (neun) kleinen umliegenden Gemeinden mitrechnet.
Veurne ist eine typische Provinzstadt und ist - trotz der geringen Einwohnerzahl - ein Regionalzentrum für die Westküste und die Region Westhoek, zusammen mit Städten wie Ieper (Ypres) und Poperinge.

Der Projektstandort, genannt Zuckerfabrik, hat eine Größe von ca. 46 ha und ist nun im Besitz der wvi. Die Zuckerfabrik wurde 1923 gegründet und produzierte Zucker aus Zuckerrüben, die von den Bauern aus dem Umland geliefert wurden. Aufgrund der Globalisierung und des zunehmenden Wettbewerbs musste die Fabrik 2005 schließen. Die Fabrik selbst wurde abgerissen.

Der Projektstandort liegt am Kanal Nieuwpoort – Duinkerke und neben dem Bahnhof Veurne, einem Knotenpunkt für lokale Busse (zur Küste und den Gemeinden im Hinterland). Es gibt eine direkte Zugverbindung von Veurne nach Ghent, Brüssel und Flughafen Brüssel Richtung Leuven.

Der Standort liegt im historischen Stadtzentrum, was bedeutet, dass ein Viertel der Stadt saniert wird, was eine einmalige Gelegenheit ist.

De Lijn, die regionale Nahverkehrsorganisation in Flandern, plant ebenfalls die Küstenbahn (die ca. 67 km von Knokke nach De Panne entlang der flämischen Küste fährt) in die Innenstadt von Veurne zu verlängern. Das wird die Bedeutung von Veurne als regionaler Verkehrsknotenpunkt steigern.
 

Zuckerfabrik Veurne, Skizze Masterplan. Foto: WVI
Zuckerfabrik Veurne, Skizze aus dem Masterplan

Die Projektgeschichte

Im August 2010 wurde der Masterplan fertiggestellt. Ein Drittel der Fläche ist für Wohnbebauung vorgesehen (ca. 375 Einheiten), ein Drittel für gewerbliche Nutzung und ein Drittel soll für die naturräumliche Entwicklung, Freizeit und Erholung (Natur, Park, Innenhöfe) genutzt werden.
Der Masterplan beantwortet die Fragen, wie eine gute Mischung der unterschiedlichen Funktionen entwickelt und umgesetzt werden kann und wie der Standort an den Kanal, die Freizeitangebote, den Bahnhof und das Stadtzentrum auf der andere Seite des Kanals angebunden werden sollte.

Wvi ist für die Entwicklung des gesamten Standortes verantwortlich und erwartet, dass die vollständige Umsetzung ca. 15 Jahre dauert (von 2010 bis 2025). Aufgrund seiner Lage, seiner Größe und den vorhandenen besonderen natürlichen Gegebenheiten ist dieses Sanierungsprojekt in vielerlei Hinsicht einzigartig und eines der größten seiner Art in Flandern. Deshalb möchte wvi internationale Expertise dazu einholen, wie dieser neue Stadtteil, nach Abschluss der Entwicklung, und die nahegelegene touristische Küstenregion langfristig und nachhaltig verwaltet werden können. Die ideale Konstellation wäre eine Managementstruktur, die wvi, Behörden, private Investoren und Bürger einbindet, deren Belange berücksichtigt und das Engagement all dieser Akteure ermöglicht.

Gleichzeitig muss eine gute Marketingstrategie für den Standort, die Stadt und ihre Umgebung entwickelt werden, um sich als attraktive Destination für Unternehmen, Wohnen und Erholung zu präsentieren und sich als Alternative zur nahen touristischen Küstenlandschaft zu positionieren.

Zuckerfabrik Veurne. Foto: WVI
Zuckerfabrik Veurne

Projektziele

  • Entwicklung eines Modells einer flexiblen Management- und Nutzungsstruktur, die mit der ersten Entwicklung startet und über die unterschiedlichen Arbeitsphasen bis nach der Umsetzung eingesetzt werden kann, um den Standort nachhaltig und attraktiv für Wohnen, Arbeiten und Erholung zu gestalten.
  • Entwicklung einer Marketingstrategie und eines Marketinginstruments (Kommunikationsplattform) zur Information aller Akteure (öffentlich, privat, Bürger etc.) während der gesamten Sanierungsphase und darüber hinaus.
  • Entwicklung von Public-Private-Partnerships für Investitionen und Beschäftigung. Während der Entwicklung wird wvi als öffentliche Entwicklungsagentur für die Umsetzung des öffentlichen Raumes im Businesspark zuständig sein. Die Unternehmen werden die Grundstücke erwerben und in ihre Gebäude selbst investieren.

Die Stadt Veurne erwartet, dass der Businesspark ca. 500 neue Arbeitsplätze schaffen wird. Die Umsetzung der Wohnbebauung wird ein klassisches Public-Private-Partnership zwischen der wvi und sozialen und privaten Wohnungsbaugesellschaften sein. Für die naturräumliche Entwicklung, die in drei Bereiche (Natur, Parkentwicklung und Innenhöfe) unterteilt ist, möchte wvi im Rahmen des Manage+ Projekt eine passende Lösung erarbeiten.

 

Realisierung
Die Neuentwicklung auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik musste aus Kostengründen verändert werden. In dem Prozess wurde eine umfangreiche Stakeholder-Beteiligung durchgeführt, was schließlich zu dem Neubau des Managementzentrums ("het Suikerklontje") in zentraler Lage der Entwicklungsfläche führte (weitere Informationen in der Abschlussdokumentation Kapitel 1.3).

 

Zum Download der Abschlussdokumentation

Kontakt und Informationen

West-Vlaamse Intercommunale
Baron Ruzettelaan 35
B - 8310 Brugge
Tel: +32 (0) 50.36 71 71
Fax: +32 (0) 50.35 68 49
Projektkoordinator
Eveline Huyghe
Kontakt
Webseite
 

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